News, Ouéssé und Pahou
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Die vierte Wasserstelle in Pahou

Die vierte Wasserstelle in Pahou

 Nach der schwierigen Bohrung in Ouéssé  suchten Sylvain und Emery nun nach einem anderen Standort mit Grundwasser in geringerer Tiefe und  Sedimentablagerungen mit leichteren Texturen. Dies diente dazu den Anwärter möglichst verschiedene Standorte vorführen zu können.

Nachdem sie fündig wurden, mussten  Bürgermeister, Ältestenrat und Frauen-Vertreterinnen aufgesucht werden, um zu verhandeln. Somit wurde unser neuer Standort Sèmè /TOBO, in der Nähe von Pahou. Der bestehende Brunnen war eine kontaminierte, offene Wasserstelle, wie es üblich in den Dörfern ist.

Zunächst wurde die neue Baustelle von unseren kongolesischen Brunnenbauern, wie es gängig ist, mit einem Gebet eröffnet.

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Sylvain sprach das Gebet…

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Am Rande des Dorfes wurde nun mit der Bohrung begonnen.
 Als erstes wurde der Bohrturm errichtet.
Maxime und Frédéric wurden als  Bauleiter  für diese Baustelle ernannt.

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Auch die jungen Mädchen aus dem Dorf halfen bei der Arbeit. Die motorisierte Schlammpumpe kam auch hier zum Einsatz.

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Nach dem Wasserschleppen setzte man sich in den Schatten und begutachtete die Arbeit.

 

Trauerfall in Emerys Familie

Während der Bohrarbeiten in Tobo erfuhr Emery, dass seine Mutter in Kinshasa verstorben war und dass die Trauerfeiern schon stattgefunden hatten. Trotz seiner Trauer,  entschied sich Emery zu bleiben und die Arbeit bis zum Ende durchzuführen. Wir waren alle von dem Ereignis betroffen und unterstützen unseren Freund so gut es ging. MF organisierte für die Verstorbene in Cotonou eine Messe, die von unserem gemeinsamen Freund, dem Jesuiten Yves Richard, zelebriert wurde.
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Nach der Messe versammelten wir uns  : von rechts nach links das  :Sylvain, Emery, MF, der Jesuit  Yves und Arne

Wir kehrten erst spät abends heim und machten noch einen Umweg zur Baustelle.

Alle hatten sich an diesem Tag besonders viel Mühe gegeben. Die Bohrung war wie vorhergesagt nach 1,5 Tagen erledigt und ergab eine Bohr-tiefe von 13 m. Der Brunnen war gespült, die PVC-Rohre eingeführt und der Betonsockel wurde noch spät am Abend gegossen.

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… mit den Handy- und Taschenlampen wurde noch der frisch gegossene Beton nivelliert

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Die Freude über die gelungene Arbeit und ihre Anerkennung war groß… 

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…und für ein Foto sollte ich mich hinzugesellen

Am nächsten Morgen wurde das Seil in den Brunnen eingeführt und die pumpe konnte dem Dorf übergeben werden.

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Durch die geringere Tiefe des Grundwassers konnte die Pumpe mehr als 2000 l/St 
fördern

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Von Groß bis „ganz “ Klein, benutzten alle diese Pumpe und gaben den alten Brunnen schnell auf

Dies ist nun der vierte Beweis für den Erfolg der „kongolesischen Brunnen“, der mit kleinen Mitteln  große Probleme in Afrika lösen kann.

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Das Bohrmaterial wurde nun beim Pastor Ernest  bis zur zweiten Projektphase in Sicherheit untergestellt.

Für eine sichere eigenständige und nachhaltige Fortführung dieser Tätigkeit ist die zweite Projektphase vorgesehen. Obwohl ein gutes halbes Dutzend junger Anwärter fast so weit sind diese Arbeit umzusetzen, haben die kongolesischen Experten es vorgezogen eine Fortführung  auf diese zweite Phase zu verlegen. Zu schnell können unzureichende Erfahrungen zu fatalen Fehlern führen die das ganze Vorhaben in Mitleidenschaft ziehen könnte. Die Beweise konnten aber im Benin erfolgreich in dieser ersten Phase vorgeführt werden.

Kategorie: News, Ouéssé und Pahou

von

Born in France (1950); German nationality; University of Gottingen, Kiel and Ankara (Ph.D. in agr. sciences); 25 years of experiences in Africa and Asia (Evaluation of projects for different doner organisation) Creation of a NPO „BONAGERA“ in 2011 in Munich.

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